Aktuell

Aktuell ist  es Corona-Bedingt nach aussen hin sehr ruhig. Möglichkeiten mit unseren Angeboten an Schulen und mit Schüler*innen zu arbeiten gibt es  nicht. Das vermisst das Team  schmerzlich. Unsere Referent*innen, Ekki Dreizler, Julia Elben, Max Wejwer und Sascha Nowara nutzen diese Gelegenheit aber um über neue Angebote nachzudenken und Konzepte für digitale und hybride Angebote  zu erarbeiten.

In der Verwaltung verstärkte Romina, als EOK-Auszbildende, unser Team. Trotz online-Betreuung konnte sie Akzente setzen über die wir uns sehr freuen. Leider ist ihre Zeit bei uns schon wieder vorbei. Ab Februar dürfen wir für zwei Monate  Miriam Amalo, die einen Bundesfreiwilligendienst im Evang. Kinder- und Jugendwerk macht, im ESB-Team begrüßen. - Das ESB-Team freut sich schon darauf.

Ende Januar beginnen Julia Elben und Miriam Amalo  eine Weiterbildung zum Nachhaltigkeits-Scout (N-Scout). Das Gelernte werden die beiden dann im Bereich der ESB einsetzen. - Wir werden darüber auch weiterhin kurz auf facebook und instagram und ausführlich hier auf der HP davon berichten.

Am 25. + 26.Januar nahmen unsere Referent*innen an den Fachtagen der Arbeitsgemeinschaft Evangelische Schülerinnen- und Schülerarbeit (AES) teil.  Zum Abendabschluss hielt Ekki Dreizler folgende Andacht:

„DIE KUNST DES JONGLIERENS“

Ich weiss nicht, wer von euch jonglieren kann, oder schon einmal jongliert hat?

Die Meisten assoziieren damit Bälle, Keulen oder aber auch Zirkus, Fußgängerzone oder Ferienprogramm. Für jung und älter. Nicht für alt. Und dann auch Laien, bei denen die Bälle nur über den Bodenrollen oder Profis, die es sogleich mit 3, 5 oder 7 Bällen schaffen. Es muss immer eine ungerade Zahl sein. So habe ich es zumindest 1991 im Volkshochschulkurs gelernt.

Jonglieren braucht Übung. Viel Übung. Und eine hohe Frustrationsschwelle.

Ich habe sehr lange gebraucht, bis ich es konnte. Und man rostet auch wieder ein – bei den Bällen und Keulen.

Aber ich mache es gerne. Es lenkt meine Konzentration auf den Punkt. Auf drei Punkte. Mit mehr Bällen kann ich nicht jonglieren. Mir reicht das auch. Ich will ja nicht im Zirkus oder in der Fußgängerzone auftreten. Obwohl – gar kein so schlechter Gedanke.

Aber jonglieren ist mehr als diese erlebnispädagogische Übung.

Wir jonglieren ständig. Nicht mit Bällen oder Keulen. Auch nicht in der Fußgängerzone oder im Zirkus.

Obwohl. Manchmal ähneln unsere Orte diesen. Die Familie wird zur Fußgängerzone, das Büro zum Zirkus.

Gerade zur jetzigen Zeit müssen wir mit vielen Bällen jonglieren und diese am Laufen halten und schauen, dass sie nicht abstürzen.

Die berufliche Tätigkeit muss weiterlaufen. Trotz oder wegen Corona. Die Bälle dürfen nicht fallen. Das Leistungsergebnis muss stimmen. Auch wenn große Teile der gewohnten Tätigkeit zur Zeit schlummern. Und in der Familie müssen die Bälle ihren gewohnten Weg ebenfalls nehmen. Alle Familienmitglieder müssen im Schwung bleiben. Nur auf eine andere Art und Weise. Die Distanzen werden grösser. Das geht auch mit den Bällen. Am Anfang versucht man möglichst kleine Bahnen zu werfen. Das ist aber schwieriger, als große Kreise zu werfen. Man hat mehr Zeit, sich auf die einzelnen Bälle zu fokussieren. So ähnlich ist es auch in der momentanen Zeit. Die Kreise zur Familie – den Eltern und Geschwistern – zu Freunden, Verwandten und Bekannten werden grösser. Man darf sich nicht treffen. Telefonieren oder in Videokonferenzen treffen. Auch hier fokussiert man sich. Die Gespräche werden intensiver und gehen in die Tiefe.

So ähnlich ist es auch mit Gott. Wir werfen ihm die Bälle zu. Aber er gibt uns die Kraft, die Bälle selber am Laufen zu halten.

(ED – ESB 2021)

 

 

 

Dabei sein ist Alles? - Lust darauf mal reinzuschnuppern und mitzuarbeiten?

Hier gibt's weitere Infos

 

Interviews rund um Jugendarbeit und Corona 

Ekki  Dreizler -

Jugendarbeit und Corona

 

Sascha Nowara -

Jugendarbeit in Zeiten der Krise

 

Max Wejwer -

Familie, Beruf und Corona