H

Angedacht - Dankeschön

 

ANGEDACHT - zum Dankeschön-Zoom für ESB-Teamer*innen 

 

Wir brauchen: Unsere Wachsplatte, den Docht, eventl. ein Feuerzeug, eine Tasse und einen schönen Tee/Kaffee.  (Der Text kann auch ohne die "Zutaten" (Wachsplatte, Docht ....) gelesen werden. :-)

Licht. Licht begegnet uns all überall. Die Welt ist hell erleuchtet. Sogar aus dem Weltraum erkennt man auf der Erde die beleuchteten Metropolregionen, egal auf welchem Kontinent.

Licht umgibt uns überall.

Schliesse mal deine Augen und denke an die letzte Nacht, von ca. 17 h bis ca. 7.30 h. Wie viel Licht gab es da bei dir??? Und wo überall? Was für Licht war das?

Doch nun, die Tage werden kürzer und die Nächte mit ihrer Dunkelheit länger. Eine ambivalente Zeit. Auf der einen Seite freuen wir uns über die längeren Nächte und die Dunkelheit. Wir stellen Kerzen auf, und holen uns das Licht ins Haus und unsere Herzen. Aber die dunkle Seite kann auch Furcht und Angst verursachen. Der Mensch lebt nicht gerne im Dunkeln.

Das Licht in der Dunkelheit wirkt anziehend und gibt Orientierung. Es heisst nicht umsonst: „Da wo Licht ist, da ist Leben.“.

Daher haben die Menschen schon früh gelernt, Feuer und damit Licht zu machen. Aus Stroh und Holz am Lagerfeuer und der Höhle. Dann mit Tran in Gefässen. Über Gaslaternen bis hin zur LED-Beleuchtung heute. Licht gibt es immer und überall. Und vor allem sicher und preiswert. Das ist der Unterschied zu unseren Vorfahren, die mit Licht – egal in welcher Form – sehr sparsam umgegangen sind. Es war nur ein Raum beleuchtet und der Tag-Nachtrhythmus wurde mehr geachtet.

Aber auch das bisschen Licht wurde sehr geachtet. Niemand würde ein Licht abdecken oder unter den Scheffel stellen. Auch in der Bibel begegnet uns das Licht an vielen Stellen.

In Lukas 8, 16-18 lesen wir „niemand zündet eine Lampe an und deckt sie mit einer Schüssel zu oder stellt sie unters Bett. Nein, er stellt sie auf einen erhöhten Platz, damit jeder, der hereinkommt, das Licht sehen kann. So wird alles, was noch verborgen ist, ans Licht kommen, und was jetzt noch unverständlich ist, wird verstanden und dann auch öffentlich verkündet werden.“.

Und trotzdem wird dieses Bild in dem Gleichnis verwendet. Damit möchte uns Jesus sagen, dass wenn du Ihm nachfolgen möchtest, du auch für ihn leuchten sollst. Und das nicht nur zu bestimmten Zeiten wie an Feiertagen oder in kirchlichen Gruppen, sondern so, dass das Licht immer sichtbar ist und Früchte trägt.

Du musst nicht wie eine grosse Reklamelampe umherlaufen. Es gibt so viele Bereiche, wo du als Licht helfen und unterstützen kannst. In deiner Familie, im Freundeskreis, in der Nachbarschaft oder Gemeinde, aber auch global kannst du als „kleines Licht“ sehr viel bewegen. Viele kleine Menschen, kleine Lichter, an vielen kleinen Orten, können das Gesicht der Welt verändern. Zum Besseren.

Am schönsten und gemütlichsten sind Wachskerzen. Sie verströmen einen schönen Duft nach Bienenwachs und geben ein angenehmes Licht. Das Flackern des Lichtes beruhigt uns. Wir werden ruhig. Kehren in dich. Erkenne das Kleine um dich herum.

Aktion – Kerze:       (Musik)

Ich bitte euch, nun die Wachsplatte und den Docht, den wir euch haben zukommen lassen zu nehmen. Nun bitte ich euch, daraus eine individuelle Kerze zu formen, rollen. Wer möchte, kann diese auch anzünden oder für später aufheben.

Aber – eine Kerze, die niemals angezündet wird, ist eigentlich wertlos.

(ED – ESB 2020)