Die „Schüler-Mentorenausbildung“ in Baden-Württemberg ist ein staatlich unterstütztes Programm, bei dem Jugendliche zu ehrenamtlichen Leiterinnen und Leitern ausgebildet werden. In Baden-Württemberg gibt es verschiedene Anbieter.
Im Bereich der Kirchen arbeiten die Diözese Rottenburg-Stuttgart, Diözese Freiburg, das Evang. Jugendwerk Württemberg und das Kinder- und Jugendwerk Baden eng zusammen.
Die Schüler-Mentorenausbildung kann an allen Schularten, von Förderschule über Haupt- und Realschule bis zum Gymnasium durchgeführt werden.
VORGABEN:
Die Ausbildung umfasst bei –
-> Schüler-Mentorenausbildung-Junior (SMP-J)
- 15 Stunden Theorie und 15 Stunden Praxisprojekt/Praktikum und startet mit Schüler.innen ab 13 Jahren.
-> Schüler-Mentorenausbildung (SMP)
- 40 Stunden Theorie und 40 Stunden Praxisprojekt/Praktikum. Für Schüler:innen ab 15 Jahren. Mit der Erweiterung eines Erste-Hilfe Kurses und einer „AlleAchtung“-Schulung (gegen sexualisierte Gewalt) kann die JugendleiterCard (JuLeiCa) erworben werden.
- Schüler-Mentorenausbildung-Integrativ (SMP-i)
- hier werden Ausbildungen für Menschen mit Beeinträchtigungen angeboten (u.a. Sprache, körperliche und z.T. geistige Beeinträchtigungen).
- Es können danach auch Vertiefungstage in Form von Aufbau- und Spezialkursen angeboten werden.
Die Ausbildung der ESB findet grösstenteils ausserhalb des Schulgebäudes statt. In einem Gemeindehaus oder -zentrum, Jugendhaus, Freizeitheim etc.
Es muss immer eine Lehrkraft / Schul-Sozialarbeit mit vor Ort dabei sein, damit aus der Gruppe ein SMP-Team für die Schule wächst.
ESB-zertifizierte Kurse werden von ESB ausgebildeten Menschen vorgenommen. Ausbildung, „AlleAchtung“-Schulung, erweitertes Führungszeugnis, Fortbildungen.
Konkret bedeutet das:
-> Schüler:innen lernen Gruppen an der Schule anzuleiten, Projekte zu organisieren und Verantwortung zu übernehmen. Oder in der Kirchengemeinde.
-> Die Ausbildung umfasst:
- Gruppenpädagogik
- Gruppenpsychologie
- Erlebnispädagogik
- Kommunikation
- Konfliktlösungen
- Spiele- und Medienpädagogik
- Gewaltprävention
- Recht- und Aufsichtspflicht, rechtliche Fragen
- Feed-back
- Projektmanagement (von der Idee über Durchführung bis zum Rückblick)
- Demokratische Grundbausteine
- Christliche Werte und soziale Verantwortung
-> In der Hausaufgabenhilfe, Einzelnachhilfe, Nachmittagsbetreuung (u.a. „Ganztag 2026“), Patenschaften, Pausenangeboten, andere Schulveranstaltungen, Helfer bei sozialen Aktionen, Freizeiten- und Ferienaktionen (u.a. „Ganztag 2026“) aktiv zu sein.
-> Zudem kann die Ausbildung Schule und kirchliche Jugendarbeit verbinden.
Ziel ist weniger eine „religiöse Ausbildung“ im engen Sinne, sondern vor allem:
- Persönlichkeitsentwicklung
- Verantwortungsbewusstsein
- Demokratie
- Teamfähigkeit
- Ehrenamtliches Engagement in Schule und Kirche. Auch im Bereich „Ganztag 2026“.
->Ziel:
Am Ende erhalten die Teilnehmenden ein offizielles Zertifikat des Kultusministeriums Baden-Württemberg, das oft auch im Zeugnis erwähnt wird. Gute Vorlage bei Bewerbungen und Studium.
Die SMP-Schüler:innen sollten nach der Ausbildung ein Schuljahr an ihrer Schule für andere Schüler:innen aktiv sein.